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Fütterung der trächtigen und säugenden Hündin

 

Fütterung der trächtigen und säugenden Hündin

Auch bei Hunden geht eine Schwangerschaft mit erheblichen Veränderungen einher. Die gesunde, bedarfsgerechte Ernährung der zunächst trächtigen und später auch säugenden Hündin ist daher enorm wichtig.

 

Trächtigkeitsdauer

 

Der Zeitraum zwischen Eisprung und Geburt beträgt beim Hund 62-64 Tage. Schwankungen können sich durch unterschiedliche Zeitspannen zwischen Eisprung und Deckakt ergeben.

 

Eiweißbedarf während Trächtigkeit und Säugezeit

 

Durch das Wachstum der ungeborenen Welpen, die Ausbildung des Gesäuges und die Einlagerung von Reservestoffen ergibt sich für die Zuchthündin eine erhöhte Anforderung an die Proteinversorgung (=Eiweißversorgung). Besonders während der Säugephase ist die Proteinversorgung in Qualität und Quantität dem erhöhten Bedarf anzupassen.

 

In der ersten Hälfte der Trächtigkeit entwickeln sich die Föten langsam. Deshalb ist kein zusätzlicher Proteinbedarf zu berücksichtigen. Wohl aber in der Phase danach.

 

Für die zweite Hälfte der Trächtigkeit gibt es Empfehlungen für die Versorgung mit Protein. Bei kleinen Rassen liegt diese aufgrund der meist kleineren Würfe um 40 % über dem Erhaltungsbedarf. Bei großen Hunderassen um 70%.

 

Mit dem Einsetzen der Laktation (Milchabgabe) steigt der Proteinbedarf der Hündin. Bei großen Würfen sogar erheblich. Bei täglichen Milchleistungen von 40-60 ml pro Kilogramm Körpermasse scheiden Hündinnen, bezogen auf 1 kg Körpermasse, über die Milch 3,4 - 5,0 g an Protein aus.

 

Um eine ausreichende Proteinsynthese zu ermöglichen, ist eine Eiweißzufuhr von 10 -11 g verdaulichem Rohprotein je kg Körpermasse und Tag erforderlich. Entsprechend einer Steigerung um das 3-fache bei kleinen Rassen und das 4 - 5-fache bei großwüchsigen Hündinnen. Voraussetzung für die bedarfsdeckende Versorgung ist die Verwendung von Proteinquellen hoher biologischer Wertigkeit.

 

Energiebedarf während Trächtigkeit und Laktation

 

Zuchthündinnen nehmen während der Trächtigkeit etwa 20 - 25% der Körpermasse zu. Der überwiegende Teil der Gewichtszunahme entfällt auf die Föten (55%) sowie Fruchtwasser und Eihäute (12,5%), der Rest wird außerhalb der Gebärmutter in Form von Reservestoffen (Fett und Eiweiß) sowie von Wasser angesetzt.

 

Um eine ausreichende Energieversorgung während der Laktation sicherzustellen, sollen Hündinnen Fettreserven in Höhe von 5% der Körpermasse anlegen. Allerdings sollen sie während der Trächtigkeit nicht überfüttert werden. Sonst besteht das Risiko einer verminderten Milchleistung.

 

Die Entwicklung der Föten verläuft in zwei Phasen. Erst in der zweiten Hälfte der Trächtigkeit ist eine deutliche Zunahme der fötalen Gewichte zu verzeichnen. Dadurch entsteht vergleichsweise spät - eigentlich erst in den letzten 20 Tagen - ein erhöhter Energiebedarf.

 

Allerdings fressen viele Hündinnen gegen Ende der Trächtigkeit weniger. Die zusätzliche Energiezufuhr sollte sich deshalb auf die gesamten letzten fünf Wochen verteilen.

 

Je nach der zu erwartenden Wurfmasse erreicht der Energiebedarf bei tragenden Hündinnen in der 2. Trächtigkeitshälfte das 1,3 (kleinere Rassen) bis 1,5-fache ( größere Rassen) des Erhaltungsbedarfs.

 

Unsere Empfehlung für die praktische Fütterung

  • In den ersten vier Wochen der Trächtigkeit sollte die Hündin ganz normal mit dem bisherigen Futter weiter gefüttert werden.
  • Nach der 4. Trächtigkeitswoche bis zur Geburt bitte auf ein qualitativ höherwertiges Futter mit höherem Proteingehalt (ca. 25%) umstellen. Zum Beispiel MERA EXKLUSIV Weizenfrei Junior oder Weizenfrei adult Geflügel. Die Futterumstellung sollte spätestens vier bis drei Wochen vor dem erwarteten Wurftermin abgeschlossen sein.
  • Wird durch eine Ultraschalluntersuchung ein sehr großer Wurf erkannt, kann das Futter der Hündin aufgewertet werden. Vier bis drei Wochen vor der Geburt kann ein Welpenfutter beigemischt werden. Z.B. MERA EXKLUSIV Weizenfrei Puppy. Das Verhältnis liegt dabei ungefähr bei 60 % normales Futter plus 40 % Weizenfrei Puppy.
  • Bei unseren hochwertigen Alleinfuttern ist eine zusätzliche Gabe von Mineralstoffen nicht ratsam. Zu hohe oder unsausgegelichene Mineralstoffgaben sind eher schädlich als nützlich.
  • Die Futtermenge der Hündin sollte kontinuierlich gesteigert werden. Jedoch darf sie nicht zu fett gefüttert werden. Das kann zu Geburtsschwierigkeiten und verminderter Milchleistung führen. Eine leichte Speckauflage auf den Rippen ist normal und sinnvoll. Bei leichtem Druck sollten jedoch die Rippen noch zu fühlen sein.
  • Wenn sich die Geburt ankündigt, ist die Futtermenge zu reduzieren bzw. die Fütterung kurzfristig einzustellen. Somit wird der Magen-Darm-Trakt nicht überlastet oder überfüllt.
  • Nach der Geburt unverändert mit dem jeweiligen Futter bzw. der Futtermischung weiter füttern. Futterumstellungen sind in der Säugephase möglichst zu vermeiden. Denn jegliche Verdauungsstörung kann die Milchbildung negativ beeinflussen.
  • Während der Hauptsäugephase braucht das Futter für die Hündin normalerweise von der Menge her nicht begrenzt werden. Erst wenn die Welpen ungefähr die Hälfte ihres Nährstoffbedarfs durch Beifutter decken können (ca. 5. - 6. Lebenswoche), kann das Futter für die Hundin wieder schrittweise reduziert werden.

Mera EXKLUSIV entspricht mit seinem ganzheitlichen Ernährungssystem den neuesten Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft und versorgt und schützt Ihren Hund weit über die normale Nahrungszufuhr hinaus. Damit bieten wir Ihnen die notwendige Sicherheit für die Ernährung trächtiger und säugender Hündinnen sowie der heranwachsenden Welpen.

 

Für weitere Fragen steht Ihnen unser › MERA EXKLUSIV Team jederzeit gerne zur Verfügung.